Wie entstehen Konflikte im Kontext von Ehre, Respekt, Anerkennung und sozialen Status – und wie können pädagogische Fachkräfte Jugendliche dabei unterstützen, diese gewaltfrei zu bearbeiten?
Mit dem Modellprojekt „Ehre & Respekt“ entwickelt die Historisch-Ökologische Bildungsstätte (HÖB) gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Konfrontative Pädagogik (IKD) einen innovativen Präventionsansatz für die Kinder- und Jugendhilfe sowie Schule.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Entwicklung und Erprobung eines modularen Curriculums zur Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte. Ziel ist es, sie darin zu stärken, Status- und Anerkennungskonflikte frühzeitig zu erkennen und gewaltpräventiv zu bearbeiten. Im Rahmen der Qualifizierung werden fachliche Grundlagen und praxiserprobte Methoden vermittelt. Darauf aufbauend entsteht ein Trainingsprogramm für Jugendliche, das Themen wie Anerkennung, Zugehörigkeit, Respekt und Status altersgerecht aufgreift und gewaltfreie Handlungsmöglichkeiten stärkt.
Das Projekt verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Erfahrungen aus der Praxis. Eine Steuergruppe aus Fachkräften und kommunalen Akteur*innen sowie ein interdisziplinärer Projektbeirat begleiten die Entwicklung. Die erarbeiteten Inhalte werden fortlaufend erprobt, weiterentwickelt und evaluiert. Ziel ist ein praxisorientiertes Curriculum mit begleitenden Materialien, das langfristig in Schule, Kinder- und Jugendhilfe sowie der politischen Bildung eingesetzt werden kann.
Mit „Ehre & Respekt“ leistet die HÖB einen Beitrag zur Prävention von Gewalt und zur Stärkung demokratischer Konfliktkultur. Die entwickelten Materialien sollen bundesweit nutzbar sein und Fachkräfte dabei unterstützen, Status- und Anerkennungskonflikte frühzeitig zu erkennen und konstruktiv zu bearbeiten.
Förderung
Das Projekt wird gefördert durch die Stiftung Deutsche Jugendmarke e. V. sowie den Landespräventionsrat Niedersachsen. Die Förderung des Landespräventionsrates unterstützt insbesondere die Entwicklung eines kommunal verankerten Präventionskonzepts als Bestandteil des Gesamtprojekts.

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