Prof. Dr. Zierer 19.11.13 AkademieabendAkademieabend: Auf die Lehrer kommt es an! - Erkenntnisse und pädagogische Konsequenzen aus der Hattie-Studie 

Ein großes Diskussionsthema im Kontext der Schulpolitik bietet die Hattie-Studie. Prof. Dr. Klaus Zierer von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg stellte sie am 19. November 2013 in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte im Rahmen eines Akademieabends vor.

Hattie wertet in seiner Studie rund 800 Meta-Analysen aus informierte Prof. Dr. Zierer. Darunter verstehe man eine große Zusammenschau der Ergebnisse aller empirischen Untersuchungen zur Unterrichtsqualität.

Ein wichtiger Aspekt in dem Vortrag war die Evidenzbasierung. Darunter verstehe man den Zusammenhang zwischen „Programm“, also der Art des Unterrichtens, und der Leistung des Schülers. Des Weiteren macht Prof. Dr. Zierer deutlich, dass nur die Schüler sagen könnten, wie gut ein Lehrer tatsächlich unterrichten kann und wie effizient seine Lernmethoden sind.

Weiter beschreibt Hattie, dass man über die Effektstärke die Erfolgsbedingungen des Lernens sichtbar machen könne. So würde ein konstruktives Feedback einen deutlich größeren Lernerfolg darstellen, da hierbei auch gesagt wird, was und warum man etwas richtig gemacht hat und wie es nun weiter gehen würde.

Hierdurch wird auch deutlich, dass Fachkompetenz bei den Lehrer/-innen alleine nicht ausreichen würde, sondern die Lernleistung des Schülers entscheidend von anderen Kompetenzen der Lehrer, wie der didaktischen und pädagogischen abhänge.

Das Credo von Hattie: „Nicht was, sondern wie ich lerne ist entscheidend“ wird sicher die weitere Diskussion bestimmen. Außerdem solle die Lehrperson den Unterricht nicht als Einbahnstraße sehen, also einen reinen Frontalunterricht, sondern mehr als einen Dialog beziehungsweise eine Interaktion mit den Schülern.

Nach dem Vortrag von Prof. Dr. Zierer war es den Zuhörenden möglich, spezielle Fragen an den Referenten zu stellen und die vorgestellten Ergebnisse kritisch zu diskutieren.

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