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Geschichte – Politik – Wirtschaft

Irgendwo sind wir alle fremd – Zuwanderung und Integration aktiv gestalten

Flüchtlingskrise, Migrationspolitik und Willkommenskultur sind Themen, die in unserer Globalgesellschaft sehr aktuell sind und häufig diskutiert werden. Um eine umfassende Perspektive über diese Prozesse aufzubauen, ist es notwendig, sowohl die historischen als auch die politischen Kenntnisse als Grundlage zu besichtigen. Die dreiteilige Fortbildungsreihe „Irgendwo sind wir alle fremd – Zuwanderung und Integration aktiv gestalten“ hat mit einem ersten Baustein (16. – 18. November 2015) über die historisch- politischen Aspekte der Migration begonnen.

Als Stipendiatin von der Bundeszentrale für Politische Bildung und der Robert Bosch Stiftung hatte ich die Möglichkeit, an dem ersten und zweiten Baustein dieser Lehrer- und Multiplikatorenfortbildung teilzunehmen.

Im Rahmen des zweiten Bausteins (18. – 20. April 2016) wurde die gesellschaftlich-soziale Dimension der Zuwanderung und Integration erläutert. Unsere Gesprächspartner/innen kamen aus verschiedenen Berufsfeldern und präsentierten uns ihre Erfahrungen aus der Flüchtlingshilfe, die wichtigsten Grundlagen des Islam oder welche Chancen und Grenzen des interreligiösen Diskurses auftauchen können. Wir haben eine muslimische Frau kennengelernt, die als Projektreferentin zum „Interreligiösen Dialog“ an einer Katholischen LandvolkHochschule tätig ist. Am letzten Tag erzählte uns ein junger Mann aus Burkina Faso von seinem Weg von Afrika nach Deutschland. Er ist Drilling von einer polygamischen Familie und durch die Hilfe von einem deutschen Ehepaar konnte er zusammen mit seinen Brüdern das Hungern überleben. Aus Dankbarkeit für die jahrelange Unterstützung schrieb er das Buch „ Drei zum Leben “. Foto 2

Als Schlussfolgerung des Seminars habe ich festgestellt: „Irgendwo sind wir alle Bekannte“.

Der dritte Baustein zum Thema „Fachdidaktisch-pädagogische Dimension“ wird vom 31.10. bis 02.11.2016 stattfinden.


Edina Merli
Stipendiatin aus Rumänien