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Semi­nar der Inter­es­sen­ge­mein­schaft nie­der­säch­si­scher Gedenk­stät­ten und Initia­ti­ven zur Erin­ne­rung an die NS-Ver­­­b­re­chen in Koope­ra­ti­on mit der His­­to­risch-Öko­­­lo­­gi­­schen Bil­dungs­stät­te Papenburg

20.–22. Febru­ar 2026, His­­to­risch-Öko­­­lo­­gi­­sche Bil­dungs­stät­te Papenburg

Das Grund­ge­setz der Bun­des­re­pu­blik ver­langt als ers­te und obers­te Geset­ze die Wür­de, Gleich­heit und Frei­heit der Men­schen als grund­sätz­li­che Über­ein­kunft der Gesell­schaft. Den Hin­ter­grund bil­de­te zum einen der Ein­druck des gera­de durch die Alli­ier­ten besieg­ten natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Regimes und die Fra­ge, wel­che recht­li­chen Bedin­gun­gen der Wei­ma­rer Ver­fas­sung zu die­sem geführt hat­ten. So sehr die Mah­nung der Ver­bre­chen der Natio­nal­so­zia­lis­ten in den nach­fol­gen­den Staa­ten umkämpft war: spä­tes­tens seit den 1990er Jah­ren gilt die kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit der „eige­nen“ Geschich­te als zen­tra­le Basis der Erin­ne­rungs­kul­tur der Ber­li­ner Repu­blik. Schon damals fiel dies mit den soge­nann­ten „Base­ball­schlä­ger­jah­ren“ und mas­si­ver Gewalt durch Rechts­ra­di­ka­le zusam­men. Heu­te erle­ben wir in der Bun­des­re­pu­blik – sowie inner­halb und außer­halb Euro­pas – eine Viru­lenz des Rechts­extre­mis­mus und Rechts­ra­di­ka­lis­mus, die im Wider­spruch zur Erin­ne­rungs­po­li­tik steht. Der Rechts­extre­mis­mus rich­tet sich expli­zit gegen die frei­hei­t­­lich-demo­­kra­­ti­­sche Grund­ord­nung und igno­riert die im Grund­ge­setz ver­bürg­ten Rech­te aller Menschen.

Wie kön­nen wir die­se Ent­wick­lun­gen sprach­lich und prak­tisch begrei­fen? Was bedeu­tet Rechts­extre­mis­mus heu­te? Wer sind die Akteu­re? Wel­che Stra­te­gien ver­fol­gen rechts­extre­me Netz­wer­ke und Par­tei­en? Was kön­nen wir der Ero­si­on der im Grund­ge­setz und der Erklä­rung der Men­schen­rech­te ver­bürg­ten Grund­la­gen unse­rer (glo­ba­len) Gesell­schaft ent­ge­gen­set­zen? Wie kön­nen wir uns und ande­re schützen?

In unse­rem dies­jäh­ri­gen Semi­nar möch­ten wir uns spe­zi­fisch mit dem Rechts­extre­mis­mus in der Gegen­wart befas­sen. Neben infor­ma­ti­ven Bei­trä­gen tra­gen Work­shops dazu bei, Hand­lungs­stra­te­gien und Inter­ven­ti­ons­mög­lich­kei­ten ken­nen­zu­ler­nen und zu dis­ku­tie­ren. Für das Pro­gramm konn­ten wir Andrea Röp­ke gewin­nen, die einen ein­füh­ren­den Vor­trag mit Bezug auf Nie­der­sach­sen hal­ten wird. Am Sams­tag wird Berit Kö über Geschichts­bil­der und Mythen in der extre­men Rech­ten spre­chen. Danach dis­ku­tie­ren wir mit Dr. Nils Schu­ma­cher Stra­te­gien der Hand­lungs­fä­hig­keit gegen Rechts. In einem Work­shop wid­men wir uns Hand­lungs­stra­te­gien und Schutz­struk­tu­ren auch in Gedenk­stät­ten und Initia­ti­ven (Mobi­le Bera­tung gegen Rechts­extre­mis­mus). Im zwei­ten, par­al­lel lau­fen­den Work­shop ler­nen wir mehr dar­über, wie sich Men­schen radi­ka­li­sie­ren – und was sie davor schüt­zen kann (Lan­­des-Demo­­kra­­tie­­zen­­trum Nie­der­sach­sen). Schließ­lich kön­nen wir mit Alex­an­der Hen­sel am Sonn­tag einen Blick auf Stra­te­gien und Struk­tu­ren rechts­po­pu­lis­ti­scher Par­tei­en werfen.

Pro­gramm

Mode­ra­ti­on: Corin­na Bitt­ner, Wieb­ke Tuitjer

Frei­tag, 20. Febru­ar 2025

Ab 16 Uhr       Steh­kaf­fee und Ankommen

17:00 Uhr        Pro­gramm­vor­stel­lung und Kennenlernen

19:00 Uhr        Demo­kra­tie in Gefahr. Rechts­extre­me Erschei­nungs­bil­der, Aktio­nen und Stra­te­gien in der Region

                        Andrea Röp­ke, Journalistin

Sams­tag, 21. Febru­ar 2025

9:00 Uhr          Geschichts­re­vi­sio­nis­mus der extre­men Rech­ten – Mythen, Nar­ra­ti­ve, Strategien

Berit Kö, Uni­ver­si­tät Jena

11:00 Uhr        Prä­ven­ti­on? Resi­li­enz? Wider­stand? Päd­ago­gik und Bil­dungs­ar­beit in Zei­ten rechts­au­tori­tä­rer Mobilisierung

Dr. Nils Schu­ma­cher, Uni­ver­si­tät Hamburg

14.30 Uhr        Work­shop A: Umgang mit rech­ten Akti­vi­tä­ten im Kon­text Gedenkstätten

Mar­tin Gös­ke und Kris­ti­na Back­haus, Mobi­le Bera­tung Nie­der­sach­sen gegen Rechts­extre­mis­mus für Demokratie

14:30 Uhr        Work­shop B: Hin­wen­dung zu und Aus­stieg aus der rechts­extre­men Sze­ne. Ver­läu­fe, Ein­fluss­mög­lich­kei­ten, Handlungsoptionen

Dr. Ste­fan Tep­per, Lan­­des-Demo­­kra­­tie­­zen­­trum Niedersachsen

Sonn­tag, 22. Febru­ar 2025

9:00 Uhr          Die AfD vor den Kom­mu­nal­wah­len in Nie­der­sach­sen 2026. Erwar­tun­gen und Herausforderungen“

                           Alex­an­der Hen­sel, Uni­ver­si­tät Göttingen

11:00 Uhr        Abschluss­dis­kus­si­on und Ausblick

Details 

  • Beginn: Fr. 20.02.26 16:00 Uhr 
  • Ende: So. 22.02.26 13:30 Uhr 
  • Kurs­ge­bühr: 95,00€ Semi­nar­ge­bühr inkl. Über­nach­tung im Doppelzimmer 
  • Ver­an­stal­tungs­ka­te­go­rie:

Veranstaltungsort 

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Buchungsnummer 
0034998 
Leitung 
Wieb­ke Tuitjer 

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